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Vom 14. Februar 2014

Neubau: Einbruchschutz bei Häusern wird noch immer vernachlässigt

Neubau: Einbruchschutz bei Häusern wird noch immer vernachlässigt © RainerSturm / pixelio.de

Verschiedene, in jüngerer Vergangenheit veröffentlichte Statistiken der Polizei sollten Hausbesitzer hellhörig werden lassen. Zwar nicht überall, doch in vielen Gegenden steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche in den vergangenen Jahren an, was zumindest zum Teil auch darauf zurückzuführen ist, dass oftmals kein ausreichender Einbruchschutz vorhanden ist.

So berichtet die bundesweite Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“, dass gerade bei Neubauten, wo die Integration entsprechender Vorkehrungen relativ einfach möglich und dadurch auch vergleichsweise günstig wäre, das Thema Sicherheit sträflich vernachlässigt wird. Wie die Initiative, in der sich die Verbände der Sicherheitswirtschaft und die Polizei zusammengeschlossen haben, mitteilte, wurde bei weniger als einem Prozent der rund 183.000 im Jahr 2011 fertig gestellten Wohneinheiten an das nötige Minimun an Einbruchschutz gedacht.

Grund für das Fehlen sicherheitsrelevanter Bestandteile ist nach Einschätzung der Initiative vor allem der Kostenaspekt. So verzichten Architekten und Bauplaner oft wegen Mehrkosten bis 1.500 bis 2.500 Euro auf eine einbruchhemmende Haustür samt VdS-geprüften Schließzylinders mit Sicherungskarte oder auf einbruchhemmende Fenster mit Pilzkopfbeschlägen, die vor allem im Erdgeschoss empfehlenswert sind.

Immerhin besteht aber die Möglichkeit, die meisten Sicherheitsmaßnahmen auch nachträglich umzusetzen, wobei dann schon für die Haustür mit Kosten von 750 Euro zu rechnen ist und jedes Fenster nochmals mit mindestens 200 Euro zu Buche schlägt.

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