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Vom 11. Oktober 2013

Praktiker: Insolvenzverfahren eröffnet – Viele Filialen vor ungewisser Zukunft

Praktiker: Insolvenzverfahren eröffnet – Viele Filialen vor ungewisser Zukunft © Thorben Wengert / pixelio.de

Am 1. Oktober war es nun auch offiziell soweit: das zuständige Amtsgericht in Hamburg hat die Insolvenzverfahren über insgesamt acht Gesellschaften aus dem Praktiker-Konzern eröffnet, die allesamt unter der Marke Praktiker geführt werden. Mit Spannung verfolgt werden die kommenden Wochen nun vor allem von den Mitarbeitern an den Standorten von Praktiker-Filialen, denen die komplette Schließung droht.

Bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren hatte der vom Gericht zum Insolvenzverwalter bestellte Christopher Seagon erklärt, dass sich kein Investor gefunden hat, der dazu bereit gewesen wäre, die betroffenen Baumärkte unter der Marke Praktiker fortzuführen. Aus diesem Grund wurde an allen Standorten frühzeitig mit dem Ausverkauf begonnen, um die möglichst leeren Märkte dann für eine größere Zahl an Investoren interessant zu machen.

Und vor diesem Hintergrund besteht durchaus die Chance, doch noch einige der Märkte an den Mann zu bringen und die Standorte zumindest für die Baumarkt-Mitarbeiter und -Kunden zu erhalten. So haben etwa einige Investoren, die aktuell vor allem Interesse an der Praktiker-Tochter Max Bahr bekunden, auch Interesse an dem einen oder anderen bisherigen Praktiker-Markt signalisiert.

Zudem liegen laut Seagon Anfragen von Baumarktbetreibern und anderen Unternehmen für einzelne Standorte vor, sodass der Insolvenzverwalter guter Dinge ist, viele Arbeitsplätze erhalten zu können.

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