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Vom 04. Oktober 2013

Planung: Architekt muss sich an die Vorstellungen der Bauherren halten

Planung: Architekt muss sich an die Vorstellungen der Bauherren halten © lichtkunst.73 / pixelio.de

Es gibt wohl kaum Bauherren, die beim Hausbau bzw. bei der Planung keinen Fehler machen oder sich im Nachhinein über die eine oder andere Entscheidung ärgern. Damit das Risiko, mit einem stehenden Haus nicht zufrieden zu sein, möglichst gering gehalten wird, beauftragen zahlreiche Bauinteressenten einen Architekten, der ein Wunschhaus konstruieren soll.

Dabei gilt es aber, das Wunschhaus der potentiellen Bauherren zu entwerfen und sich möglichst nahe an den deren Vorstellungen zu bewegen. Hält sich ein Architekt hingegen nicht an die Wünsche der Bauherren, kann er im Extremfall sogar leer ausgehen. In einem konkreten Fall hat der Bundesgerichtshof unter dem Aktenzeichen VII ZR 230/11 vor kurzem entschieden, dass ein Bauherr zu Recht die Pläne seines Architekten als unbrauchbar abgelehnt hat, weil der Preis für das Haus des Architekten das Budget um fast das Doppelte überstiegen hätte.

Wie der bei Schwäbisch Hal tätige Rechtsexperte Stefan Bernhardt gegenüber der „Abendzeitung“ erklärte, kann der Bauherr so handeln, wenn sich der Architekt nicht an die Vorgaben hält: „Sprengt die Planung des Architekten den Kostenrahmen des künftigen Eigentümers, muss dieser die Pläne nicht akzeptieren und der Honoraranspruch des Architekten kann entfallen.“

Dem Architekten obliegt es zudem, bei den Vorgesprächen die ungefähren Kostenvorstellungen des künftigen Bauherren zu ermitteln.

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