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Vom 30. August 2013

Energetische Gebäudesanierung: Häuser sollen bis 2050 80 Prozent weniger Energie benötigen

Energetische Gebäudesanierung: Häuser sollen bis 2050 80 Prozent weniger Energie benötigen © Thorben Wengert / pixelio.de

Schon vor einiger Zeit hat die deutsche Bundesregierung das ambitionierte Zeil genannt, den Energieverbrauch von Wohngebäude in der Bundesrepublik bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Einer Studie zufolge muss nun aber Gas gegeben werden, damit dieses Ziel auch erreicht werden kann.

Wie aus einer zweiteiligen Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik und der TU Darmstadt im Auftrag des Instituts für Wärme und Öltechnik (IWO) der deutschen Mineralölwirtschaft hervorgeht, muss die energetische Sanierung von Wohngebäuden deutlich schneller vonstatten gehen als bislang, damit der Energieverbrauch von Gebäuden in den nächsten knapp 40 Jahren tatsächlich um 80 Prozent gesenkt werden kann.

In der Studie wurden zwei möglich Szenarien analysiert. Zum einen eine Variante, in der die Regierung den Gebäudeeigentürmer klare Vorschriften macht, wann welche Sanierungsschritte auf welche Weise zu erfolgen haben und zum anderen eine Variante, in der auf strikte Vorgaben verzichtet wird. Bei letzterer wären die Kosten zwar moderater, doch zugleich würde das gesetzte Ziel kaum erreicht.

Dagegen sehen Experten bei klaren Vorgaben durch die Regierung die Gefahr für viele Menschen, in die Armut abzudriften. Denn Berechnungen zufolge müssten für ein Einfamilienhaus rund 140.000 und für ein Mehrfamilienhaus über 300.000 Euro für eine umfassende Sanierung eingeplant werden, was die monatlichen Belastungen für eine Familie deutlich erhöhen würde.

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